le fabuleux destin de shirin



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Eine weitere legendäre Kindergartenparty

Wer so eine eingefleischte Partyqueen ist wie ich, weiß natürlich, wo es richtig zur Sache geht. Besonders in VdA kenn ich da einen super Geheimtipp: die maternelle de la Ronce, Aliénors Schule.
Vielleicht erinnert ihr euch noch an die sagenhafte Party mit Blinis und russischen Tänzen, die ich nur mit ein paar Gläsern Vodka intus überlebt habe.
Gestern war jedenfalls wieder mal eine „fête“ angesagt… ganz ohne offensichtlichen Anlass.
Ich traf mit einer hinreißend-süßen Aliénor (war ich es, die sie so schön angezogen hatte? Ich weiß es, ehrlich gesagt, nicht mehr&hellip und dem Rest der Partylöwen in der Schule an.
Sogleich fand ich einen Konversationspartner auf meinem Niveau. Apolline, geschätzte fünf Jahre, war eine Expertin in Hello Kitty Ketten, mit der ich mich ganz wunderbar über Mode unterhalten konnte. Dem Anlass entsprechend trug sie ein Prinzessinnenkleid, dessen Pailletten und Glitzerelemente ich nur staunend bewundern konnte.
Aliénor fing fast an zu heulen: „Ich wollte mich doch auch verkleiden!“ Tja, da wars leider zu spät.
Anders als beim letzten Mal war ich dieses Mal nicht komplett alleine. Aliénor blieb immer schön an meiner Seite, was ich nicht ganz ohne Stolz sage. Ich durfte ihre Jacke halten, ich wurde gefragt, ob ich mit ihr aufs Klo gehe, ich habe mit ihr Bonbons gekauft und ich habe sie beim Tanzen mit ihren Freundinnen beobachtet.
Die Mutter war indessen mit den anderen Mamis unterwegs, was mir aber ganz recht war. Denn für mich war es ein kleiner Erfolg: ich bin auch eine von Aliénors Bezugspersonen…
Ach ja, ihr habt wirklich richtig gelesen! Die Pausenhalle transformierte sich spontan in einen Dancefloor, auf dem die Kinder die freakigsten Bewegungen machten.
Der „DJ“ war ein Mittfünfziger, der so aktuelle Tracks wie „YMCA“ auflegte und den Kindern selbst vorführte, wie man im letzten Jahrtausend dazu getanzt hat. Mir hat der Mann irgendwie Angst gemacht und ich genehmigte mir auf den Schreck noch ein Bonbon aus Aliénors bunter Tüte.
2.6.07 20:14


Langweilig :(

Ich bin grad so uninspiriert… mein Leben ist monoton, trist und langweilig. Was könnte ich euch berichten?
Gestern war ich mit Kathi und Katha im Palais de Tokyo. Der Tag fing schon mal gut an, weil ich geschlagene 40 Minuten vor dem Eingang (dem abgemachten Treffpunkt!) saß, während die beiden anderen Ladies auf der Rückseite auf mich warteten. Irgendwann haben wir uns dann doch noch gefunden und konnten endlich den „Palast“ betreten.
Unglücklicherweise wussten wir nicht, für was genau wir 3 bzw. 4,50€ ausgaben. Nämlich für eine eher kranke, kahle Ausstellung moderner Kunst, die zu meiner unendlich tiefen Enttäuschung rein gar nichts mit irgendeiner Art von asiatischem Palast zu tun.
Da uns leider die noch zu besichtigenden Sehenswürdigkeiten ausgehen, haben wir uns entschieden nach Noisy-le-Grand zu fahren. Dieser Pariser Vorort liegt leider auf der anderen Seite des Erdballs und wurde von Kathis Reiseführer in höchsten Tönen gelobt.
Noisy ist eine Trabantenstadt, die die Wohnungsnot in Paris lindern soll. Leider wissen wir immer noch nicht genau, wie man „Trabantenstadt“ definiert. Katha denkt, dass es etwas mit Planeten zu tun hat, Kathi meint, dass das eine Stadt für Pendler ist und ich denke da eher an Asterix und die Trabantenstadt.
Diese Stadt jedenfalls hat reichlich eigenartige Häuser in Radform und sieht für meine Begriffe aus, wie aus den 50ern. Allerdings waren die Baguettepreise einfach nur traumhaft und mit vollen Mägen sind wir wieder nach Hause gedüst…
Och Mann, nur so kurz und so uninteressant… Es tut mir leid L
4.6.07 20:45


Mein Baby war beim Frisör...

... und jetzt mag ich sie nicht mehr. Mein Baby war beim Haare schneiden und jetzt kann ich sie nicht mehr leiden.

So oder so ähnlich werdet ihr bald Torben hören. Denn ich habe heute den mutigen Schritt gewagt und war tatsächlich beim Maître Coiffeur.

Von Meister kann eigentlich nicht wirklich die Rede sein. Die Frisörkette "Dessange", die einen guten Ruf genießt ("Offizieller Partner der Filmfestspiele in Cannes" bildet nämlich den Nachwuchs aus. Wer arm wie ein Au Pair ist, kann sich von einem Profi an der Schere in spe die Kopfhaut massieren lassen.

Der ganze Spaß kostet nämlich nur 5 Euro, ein Grund das Geldargument zu entkräften und doch mal wieder die Spitzen schneiden zu lassen.

Nadia aus Nancy (extra für Leif: es handelt sich hier um eine Stadt und nicht um den wunderschönen Mädchenvornamen) kam gleich ganz professionell auf mich zu und stellte erstmal das Essentielle fest.

"Ein kleiner Wirbel hier oben, ... eckige Gesichtsform, da muss ich die Haarlänge mal so lassen... Steh mal auf, dreh dich mal. Ah ja, alles klar"

Auch der Maître Coiffeur Frank, ihr Boss, war mit ihrem Vorschlag für meine neue coupe, meinen neuen Haarschnitt völlig zufrieden.

Auf gings. Stufig sollte es werden und ein wenig kürzer. Ich war schon etwas enttäuscht und fragte, ob man eine große Veränderung sehen wird. "Ja", versprach Nadia.

Ein nervöser Blick auf die Uhr. Den Zug um 16h sollte ich wirklich kriegen. Ansonsten würde ich meiner deutschen Pünktlichkeitsehre nicht gerecht werden.

Ich rechnete schon mit dem Ende des Haarelassens, als ein wütendes "MACHST DU DAS MIT ABSICHT???" durch den Raum tönte.

Monsieur le Maître kam zu uns herübergeflitzt und "entdeckte", dass die gute Nadia die Schere völlig falsch hielt. "So geht das doch nicht! Du machst die Schere ja ganz kaputt!... Nein, doch nicht so!"

Nadia setzte circa sechs mal an der gleichen Strähne an, doch Frank war nicht zufrieden. "Die Kundin geht erst, wenn du eine vernünftige Strähne geschnitten hast."

Ein weiterer Blick auf die Uhr und leises Schluchtzen von der Praktikantin hinter mir. Tränen - meine Haar müssen hin sein. Ein Glück war ich auch nicht im Stress oder so.

Ein Glück gab es da noch die amuröse Spannung zwischen Frank und Nadia, die die Spannung wieder nahm. Frank wollte unter keinen Umständen, dass die hübsche stagière böse auf ihn sei. er sei doch da, um sie auszubilden un zu ärgern.

Als sich alle wieder lieb hatten, konnten meine Haar endlich in aller Seelenruhe geföhnt werden. Frank fand meine coupe ganz toll, ich riss mir nur den Kittel vom Leib und sprintete zum Bahnhof.

Da rollte er vor meinen Augen weg, der alte Zug. Eine SMS an die Gastmutter mit einem "es tut mir WIRKLICH total leid" und ich konnte wieder aufatmen. Fast wäre ich auch noch in Ohnmacht gefallen, weil ich vor Aufregung nichts gegessen hatte.

Nervös wollte ich in meine Haare greifen, als mir erst bewusst wurde, dass sie ungefähr drei Meter kürzer sind.

Ich bin nicht unzufrieden, natürlich sind sie auch nicht wirklich sooo viel kürzer. Aber ich kann nur noch einen winzigen Stummelzopf machen.

Aber ein bisschen traurig bin ich schon, dass meine langen Haare einfach abgeschnitten wurden. Nur weil Nadia noch mal und noch mal ihre Stufen üben musste.

Aber egal, das wächst ja nach.

 

5.6.07 23:07


Ja, okay...

Torben findet meine Frisur natürlich toll. Und natürlich mit Recht, weil ich selbstverständlich umwerfend aussehe. Ich wollte nur kurz übertreiben...

6.6.07 19:58


Mittwoch # 31

 

Das Leben ist kein Zuckerschlecken. Sondern ein Puddingessen und Kekseverzehren. Jedenfalls, wenn man das große Glück hat, ein Au Pair zu sein.

 

Der Tag begann mit einer Riesenmenge Shampoo für meine klitzekleine Haarpracht (… die Macht der Gewohntheit) und geschätzten 3,5 Tonnen Bügelwäsche.

 

Aliénor hatte ich eine Bude aus Kissen gebaut, so dass ich sie praktisch gar nicht gesehen habe.

 

Man darf mir übrigens gratulieren, denn ich habe heute das erste Mal in meiner Au Pair Karriere Aliénor zum Mittagsschlaf zu bewegen. Immerhin schon nach 31 Wochen. Was für eine Bilanz!

 

Ansonsten hat Blanche heute feststellen müssen, dass sie „mehr Angst“ vor mir hat, seitdem ich die Haare kürzer habe. Ich habe mich halbtot gelacht, besonders über die Bemerkung, dass ich seitdem ja auch so viel strenger wäre („Charles, runter vom Tisch!&ldquo. Vielleicht sind sie es aber auch, die seitdem extrem dreister geworden sind. Man weiß es nicht.

 

Am liebsten hätte ich es wie die Mutter gemacht und mich nachmittags ein Stündchen aufs Ohr gelegt. Aber so musste ich halt schlafen „spielen“, was auch ganz gut klappte. Aliénor war die Mutter, die auf dem Spielplatz feinen Sand siebte, während ich auf der Bank lag und auf sie zu hören hatte. „Schlaf, Shirin!“. Kein Problem.

 

Abends lieferten Charles, Aliénor und ich uns eine Kissenschlacht, wobei ich im Mund blutend endete und Aliénor vermutlich mit einer Gehirnerschütterung.

 

Jedenfalls bin ich jetzt froh, dass ich meine Ruhe hab. Zwölf Stunden am Stück mit Aliénor, da kann man auch mal müde sein.

6.6.07 20:17


Genervte Hausfrau von iPod-Mafia belästigt

Es ist immer wieder erschreckend, wie viele verschiedene Mafiauntergruppen auf der ganzen Welt verstreut sind. So zum Beispiel die iPod-Mafia, mit der ich schon enge Kontakte geknüpft habe.
Ahnungslos wie ich immer durch die Gegend laufe, habe ich die Mafiosi zuerst gar nicht wahrgenommen.
„Hey, gib mir deinen iPod“, werde ich blöd von einem Rotzlöffel angemacht. Ruck zuck stehen drei weitere Bengel daneben, die so aussehen, als wäre sie zu allem fähig. Für ihr Alter – ich schätze etwa elf – waren sie aber irgendwie niedlich und ich meinte nur so „Nee“ und bin schmunzelnd weiter gegangen. Was für ein erbärmlicher Versuch.
„Oh, sie ist Engländerin!“, schrie der eine und ich rollte schon wieder genervt mit den Augen. Auch wenn das jeder zweite Franzose, den ich treffe denkt: ich bin keine Engländerin!!!
„NEIN! Bin ich nicht!“, gab ich zurück und das Rätsel raten konnte weiter gehen. „Irin? Schottin? Norwegerin?“ Ähem.
Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass ich sie nun wenigstens einmal pro Woche treffen sollte. Ich wurde immer mit einem „Oh, da ist sie ja, die Irin!“, begrüßt und dann gefragt, ob ich heute den iPod zu verschenken hätte. Nein. Ob ich ihnen dann mein eastpak-Schlüsselband geben könnte. Hallo? Haben die kein Zuhause?
Heute traf ich meine Mafiabubis wieder. Einziger Unterschied: ich hatte Blanche und Gonzague im Schlepptau. Mittlerweile hatte die Bande sogar meine Nationalität verinnerlicht und begrüßte mich mit „Salut, l’Allemande“, aber auch dieses Mal lehnte ich das „Angebot“ ab. Mir war es etwas peinlich, dass sie mich wie Ihresgleichen behandelten, mir gutgelaunt die Hand auf die Schulter legten und offensichtlich ein Schwätzchen mit mir zu halten gedachten. Ich sah ja auch nicht wirklich so aus, als würde ich hart für meinen Unterhalt arbeiten.
So schnell es ging, flüchtete ich mit den Zwillingen, die schon um das Wohlergehen meines iPods bangten. „Wir können ihn auch beim Tennis für dich aufbewahren. Nachher wollen sie ihn dir auf dem Rückweg klauen…“
Aber mutig wie ich nun mal bin, trat ich ganz alleine den Rückweg an, auf dem mir – ja, ihr habt richtig geraten – selbstverständlich die iPod-Mafia ein weiteres Mal auflauerte.
Ich solle ihnen ein deutsches Schimpfwort beibringen.
Zunächst war ich etwas geschockt und auch überfordert. Schließlich kenne ich mich ja praktisch gar keine Schimpfwörter. „Los, sag uns was Motherf***** auf Deutsch heißt…“
Die überaus witzige Shirin antwortete: „Schnuckelchen“ und die Rotzgören sagten sich gegenseitig ganz aufgeregt immer wieder „Schnuckelchen“ vor, damit sie diesen kostbaren Wortschatz auch ja verinnerlichen würden.
Nächste Woche werden sie das Wort „Knutschkugel“ lernen.
Ansonsten haben meine vier Kinderchen wirklich alles daran gesetzt, mir mal so richtig auf die Nerven zu gehen. Ständig verkloppen sie sich gegenseitig, schreien sich an, wollen nicht essen, wollen immer nur Nachtisch, wollen ein Glas Wasser, wollen einen Teller in einer anderen Farbe, wollen ein anderes Glas, wollen Käse, mögen keine Klöße, wollen nicht in die Badewanne, wollen sich nicht einseifen, wollen nicht aus der Badwanne raus, pieken mich in die Seite, schreien mich an, ich schreie zurück…
Das dîner, das heute eine Dreiviertelstunde gedauert hat, obwohl die Kinder praktisch nichts essen und nur Dreck machen, hat mir für heute den Rest gegeben.
Es lebe das Wochenende.
7.6.07 20:53


Kurzer Lagebericht

Oh Mann! Warum ist mein letzter Eintrag nicht da? Ich hatte letztens schon von meinem Wochenende berichtet, aber anscheinend ist der Eintrag auf der großen Datenautobahn verloren gegangen. Also nur kurz:

 

Zwei Geburtstage gab es an diesem Wochenende (nach) zu feiern! Katha und Alena luden aus diesem Anlass zum großen Picknick im Bois de Boulogne ein. Besonders weil wir nur zu viert waren, der harte Kern eben, wurden unsere Bäuche im Laufe der Fressorgie immer dicker. Nein, wir haben nicht den ganzen Tag nur gegessen, aber aufgrund der Unzuverlässigkeit der öffentlichen Verkehrsmittel haben wir am Samstag nichts weiter unternommen.

 

Am Sonntag hingegen wollten wir mal wieder einen kulturellen Punkt in Angriff nehmen. Das Musée Bourdelle schien hierfür hervorragend geeignet zu sein und so sahen wir die Werke des Skulpteurs Antoine Bourdelle. Mein Favorit war übrigens die überlebensgroße Darstellung eines reitenden Generals, welches so groß war, dass ich am Fuß des Pferdes hin und herbaumeln konnte.

 

Übrigens ist etwas GANZ Schreckliches passiert: mein Fotoapparat weigert sich meine Fotos auf meinen PC zu kopieren. Ich hatte durchaus vor, in den letzten drei Wochen noch einige Aufnahmen zu machen, aber nun? Meine alte Schnappschusskiste hat allerdings auch schon einige Jahre auf dem Buckel. Viereinhalb, um genau zu sein, was für sie ganz schön gut ist. Ach ja, sie hat schon gute Dienste geleistet, aber anscheinend ist damit jetzt Schluss. Och Mann…

 

Morgen wir übrigens ein ganz toller Mittwoch: Ich darf mit Aliénor, Gonzague und Blanche im Bus (!) nach Sèvres zu einer Party (!) in ihrer Schule fahren, die zwei Stunden (!!!) dauert und das auch noch ganz alleine (!!!!).

 

Bon voyage…
12.6.07 22:17


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