le fabuleux destin de shirin



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Ein Au Pair dreht am Rad

Ich suche immer noch nach plausiblen Gründen, um zu erklären, was heute geschehen ist.
Vielleicht war es, dass ich zu lange geschlafen habe. Denn die Zwillinge hatten keine englische Schule, dafür aber die Erlaubnis vormittags so viel Fernsehen zu gucken und Computer zu spielen wie sie wollten. Das hieß praktisch für mich, dass mich niemand geweckt hat, weil die armen Kinder dachten, ich würde ihnen diese seltenen Rechte wieder entreißen. Können fast neun Stunden Schlaf eine verrückte Tat rechtfertigen?
Vielleicht liegt es auch an meiner ungesunden Ernährung. Da wir leider nichts im Haus haben, was auch nur annährend meinen Appetit auf Gesundes stillt, habe ich mich – wie so oft – von allem ernährt, was ich sonst so gefunden habe. Eine Mahlzeit zuzubereiten ist wirklich unmöglich. Deswegen bestand mein gesamter Mittwoch aus einem einzigen grignotage (Naschen).
Oder aber die Kinder machen mich verrückt. Die entweder bei jeder Kleinigkeit anfangen zu heulen oder einfach überhaupt nicht hören. Ich könnte auch sagen „Bitte iss doch noch eine Packung Chips und krümel sie auf das Bett deiner Eltern, während du brutale Gewaltvideospiele spielst oder die Herr-der-Ringe-Trilogie ansiehst.“ Sie würden auch nicht auf mich hören.
Was war also meine verwerfliche Tat? Nun ja, ich habe mal wieder meinem Ruf, ich sei dauernd „gehetzt“ alle Ehre gemacht und … schon mal meine Koffer gepackt!!!
Die gute Katha nennt das „Probepacken“, aber bei ihr wird das als durchstrukturiert und gut organisiert gewertet.
Sagen wir mal, dass ich garantiert schon eher als Katha „probegepackt“ habe und nicht ohne Grund. In meiner naiven Au Pair Welt habe ich zwar gedacht, dass ich „ganz schön viel“ Zeug in den letzten Monaten zusammengesammelt habe, aber ich habe immer damit gerechnet, alles in meine berühmte rote Tasche zu bekommen. Die rote Tasche wiegt jetzt schon ungefähr so viel, wie mein zukünftiger Sarg samt Inhalt wiegen wird. Und ich habe nur das reingepackt, was ich wahrscheinlich eh nicht mehr brauche.
Langsam steigt in mir also die Verzweiflung auf, denn in genau einer Woche beginnen wieder die soldes, also der Schlussverkauf. Mal abgesehen davon, dass ich nicht (mehr) reich bin, kann ich auf diesen Spaß wohl eher verzichten.
Wie soll ich mir also helfen?
Bei den besagten soldes noch ein hübsches Köfferchen erstehen? Meine Siebensachen in praktischen Plastiktüten verstauen? Oder doch ein Extraabteil für meine Habseligkeiten mieten?
Wie Alena immer so schön sagt, soll man mit allem ein Statement setzen.
An meiner Entscheidung werdet ihr in nur 17 Tagen sehen, ob ich eher asozial bin oder ob ich in diesem Jahr etwas über den Pariser Chic gelernt habe.
20.6.07 20:38
 


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