le fabuleux destin de shirin



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Das Ereignis des Jahres

 

„Und im Juni ist dann die Fête des étangs, da musst du uuuuuuunbedingt hin! Das ist soooooo toll!“, schwärmte man mir schon vor einigen Monaten vor.

 

Jetzt endlich, gegen Ende meines Aufenthaltes, sollte also das absolute Knüllerevent des ganzen Ortes stattfinden: das See der Seen.

 

Alle die, die zufälligerweise noch nie etwas von dem berühmten Maler Corot gehört haben, möchte ich gerne (mal wieder) aufklären:

 

Es gibt zwei Seen in Ville d’Avray, die dieser Künstler mit Öl auf Leinwand nachempfunden hat und die so schön abgebildet wurden, dass sie sogar im Louvre hängen (natürlich in der hintersten Ecke ganz oben, aber immerhin!).

 

Zu Ehren unseres Helden wird also jedes Jahr dieses Sommerfest veranstaltet. Meine Nachbarin Elodie freute sich schon wie eine Schneekönigin darauf und erzählte mir, dass sie seit sie klein ist jedes Jahr einen Goldfisch kauft. Das sei so eine Tradition, man spiele diese typischen Budenspiele (Entchenangeln oder so, nehme ich an) und als Preis erhält man einen Goldfisch.

 

Elodie war es auch, die mich mit auf die „Partywiese“ genommen hat, eine Art Lichtung im Wald. Man konnte crepes kaufen und die lokalen Musikgrößen live erleben (Papa-, wahlweise Countrymusik).

 

Nachdem meine Nachbarin enttäuscht feststellte, dass es immer weniger Buden gäbe, da die Mietpreise dafür gestiegen seien, stellte sie mich ihren Freunden vor.

 

Am längsten habe ich mich glaub ich mit Jamie unterhalten, einer Texanerin auf Besuch in Paris, die selbstverständlich kein Wort Französisch konnte. Nicht, dass ich kein Sprachtalent wäre, aber ich musste mich wirklich anstrengen, um wenigstens ein paar Brocken Englisch raus zu kriegen, und das auch noch ohne französischen Akzent!

 

Ich kann nur mal wieder sagen, dass die Amis einen kleinen Schuss weghaben. Denn die gute Jamie erzählte von einem Einbrecher, der im Haus, in dem er klauen wollte, auf einem nassen Handtuch ausgerutscht sei und sich das Bein gebrochen habe. Diese Umstände sind natürlich völlig inakzeptabel, der Dieb klagt und bekommt auch noch Recht. Eine seltsame Welt, dort hinten in Übersee…

 

Kurz vor Ende der Fete bemerkte ich, dass ich gar keinen Fischstand gefunden hatte! Etwas traurig gab ich meinen Plan auf. Denn ich hatte eigentlich vorgehabt, einen Goldfisch zu erstehen, ihm einen französischen Namen (wie zum Beispiel Francois) zu geben und mit nach Deutschland zu nehmen. Dem armen Tier wurde so wenigstens eine qualvolle Zugfahrt erspart…

 

Das perfekte Fest klang mit einem Schauspiel der besonderen Art aus. VdA hatte offensichtlich genug Geld, um eine Viertelstunde lang ein kunterbuntes Feuerwerk in den Abendhimmel aufleuchten zu lassen.

 

25.6.07 16:16
 


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