le fabuleux destin de shirin



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Zum Sport in die Hauptstadt

 

Heute habe ich mal wieder einen der wertvollen Insidertipps aus meinem Reiseführer befolgt: Schwimmbadbesuch war angesagt!

 

In der rue Pontoise mitten im Quartier Latin befindet sich der berühmte (?) Club Pontoise, ein Schwimmbad mit Fitness- und Saunabereich, wie Marco Polo mir versprach. Angeblich wäre dieses Schwimmparadies so wundervoll, dass schon etliche Filme dort gedreht worden seien. Welche, das weiß ich auch grad nicht so genau.

 

Jedenfalls kam ich gutgelaunt eine Dreiviertelstunde zu früh, was mir einen kleinen Spaziergang im quartier verschaffte. Ganz abgeneigt war ich nicht, schließlich bin ich eher eine Lese- statt einer Wasserratte und so las ich ein bisschen auf einem square…

 

Dann aber doch! Für nur 2,20 Euro (Studententarif), was kaum teuer als in VdA und, wie ich glaube billiger als in Versailles, ist, durfte ich eine imposante Schwimmhalle betreten.

 

Unten mittig angelegt war natürlich das (einzige) Becken. An beiden Seiten gingen Treppen hoch, sodass man von drei Etagen aus ins kühle Nass blicken konnte.

 

Auf jeder Etage waren kleine blaue Türen, die die Umkleidekabinen darstellten. In aller Vorsicht hatte ich natürlich ein Ein-Euro-Stück dabei, um meine Tasche wegzuschließen, aber nicht nötig. Es waren gar keine Schließfächer da.

 

„Monsieur, kann ich meine Sachen einfach in der Kabine lassen?“, fragte ich halb dumm, halb verunsichert.

 

Der Bademeister guckte mich mitleidig an. „Klar.“

 

„Und wie kriege ich die Tür nachher wieder auf?“; war meine nächste, durchaus ernst gemeinte Frage.

 

„Na raten Sie mal!“, rief er entnervt aus.

 

Wie jeder Mensch (außer mir) dort wusste, macht man die Tür der Kabine einfach hinter sich zu. Wer später an seine Sachen will, heuert den freundlichen Mann („cabinier“, nicht Bademeister!) mit dem Generalschlüssel an, der einem aufschließt. So einfach geht das.

 

Während ich meine Bahnen schwamm, bewunderte ich die Mosaiken in der Schwimmhalle und ließ mich nicht von den neben mir trainierenden Brustschwimmweltmeistern beeindrucken. Offensichtlich gehörte ich nicht zu der Stammkundschaft dieses Schwimmbades, da sonst nur noch Rentner anwesend waren.

 

Ich habe lange überlegt, ob ich mit meinem Besuch das richtige Statement gesetzt habe. Schließlich will ich ja nicht so wirken, als würde ich „mit dem Strom schwimmen“ und mich dem Schlankheits- und Sportwahn anpassen.

 

Aber dann fiel mir ein, dass ich genau das ausgesagt habe, was ich aussagen sollte:

 

Ich schwimme mit 0,5 km/h, ich ziehe Essen dem Sporteln vor und trage keinen Dolce und Gabbana Bikini… und trotzdem genieße ich einen Schwimmbadbesuch in Frankreichs Hauptstadt!

 

26.6.07 23:14
 


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