le fabuleux destin de shirin



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Ein Gourmet im Theater

Unglaublich, aber heute ist echt der allerletzte Horrorkackmittwoch angebrochen! Ebenso wie meine letzten Stunden in Deutschlands wohl schönstem Nachbarland…

 

Vielleicht habt ihr euch gefragt, warum ich gestern nichts geschrieben habe. Ich war mal wieder unterwegs. Lest jetzt was alles so passiert ist:

 

Nach der Sprachschule traf ich mich bei strömendem Regen mit Katha. Wie hatten uns zum déjeuner, zum Mittag verabredet, denn mein Wunsch lautete: wir müssen unbedingt noch in einem richtigen französischen Restaurant essen.

 

Ich nehme an, dass der gebürtige Pariser nicht unbedingt an der Place de Clichy sein Stammlokal hat, aber dort hatte ich schon mal verschiedene kleine Restaurants gesehen, die ein komplettes Menu für 14 Euro anboten.

 

Direkt an der Metrostation war es wirklich noch ziemlich touristisch und zu McDo, KFC oder Hippopotamus wollten wir auch nicht gehen. Wir bogen in eine kleine Seitenstraße, die rue de Bruxelles ein, und sahen von weitem ein kleines Lokal. Schade, sie boten kein komplettes Menu an.

 

Ich wollte unser Glück schon eine Straße weiter finden, als Katha mich auf „Le Gourmet“ aufmerksam machte.

 

„Katha“, sagte ich tadelnd „seit wann sind wir Gourmets?“ Aber Katha erkannte ganz richtig, dass ein Premier Class Hotel auch nicht bedeutet, dass man erster Klasse wohnt.

 

Und ja! Auf Anhieb überzeugte uns der Laden – aber richtig! Für schlappe 12 Euro saßen wir in einem kleinen, schmucken Raum mit lauter Franzosen und hatten je vier Gerichte zum entrée, plat und dessert zur Auswahl.

 

Leider hatten wir keinen blassen Schimmer, was die Gerichte in Wirklichkeit waren, aber wir entschieden uns spontan für „das erste, was Sie gesagt haben“, um es der Kellnerin mal einfacher zu machen.

 

Letztendlich speiste ich eine Blumenkohlcremesuppe, Rindfleisch in Roquefortsauce an Kartoffelscheibchen und einen hausgemachten Naturjoghurt mit Himbeerhaube (ich versuche den Stil des Göttinger Mensaspeiseplans zu imitieren, wobei unser Essen wirklich so lecker war!)

 

Richtig voll gefressen mussten wir schon den Heimweg antreten. Ich war völlig hingerissen, dass ich noch kurz bei meiner Bank reinschneien konnte um mein Konto zu schließen. Meine geliebte CB, meine Kreditkarte wurde grausamst vor meinen Augen zerschnitten…

 

Der Nachmittag war auch aufregend, weil Blanche sich die Augen ausgeheult hat (die zweite Stimme im Kanon sang Aliénor… meine Ohren dröhnten). Der Grund: sie wollte doch nicht bei ihrer Freundin übernachten. Ich sah da nicht so das Problem, aber wer weiß schon, was in ihrem Gehirn vor sich geht?

 

„Ich will mich am liebsten umbringen… Ich bin so dumm…“

 

Abends ging es dann ins Theater mit Alena und Katha. Das Stück hieß „Post-it“ und handelte von drei Mitbewohnerinnen und ihren Problemen. Beziehungsweise hatte nur die Eine Probleme (sie war fett, hässlich und unglücklich verliebt, außerdem Jüdin und musste fassten) und ihre Freundinnen wollten ihr helfen. Trotzdem gewann das Problemkind nachher den Award für das beschissenste Leben.

 

Es war ziemlich lustig, wenn auch etwas „anrüchig“, wie Alena bemerkte. Immerhin haben wir sogar die meisten Witze verstanden.

 

Heute geht hier zu Hause alles drunter und drüber. Die Mutter muss ungefähr fünf Tonnen Gepäck für die Zwillinge packen, die in ein Camp fahren. Das ist natürlich Stress pur. Ich habe mal vorsichtig nachgefragt, wer morgen Abend (an meinem letzten Abend) hier ist und ob wir wohl alle zusammen Abend essen könnten. Nein, sie muss schon gaaaaanz früh los.

 

Ich bin ehrlich gesagt etwas enttäuscht, dass ich meinen Gasteltern so gleichgültig bin. Nicht mal am letzten Abend wollen sie sich mal zu „uns“, also zu mir mit den Kindern gesellen. Zu allem Überfluss ist der Vater auch eher chillig, was die Abfahrtszeit am Freitag anbelangt. Wenn ich wegen ihm meinen Zug verpasse (und davor habe ich eine realistische Angst!), heule ich aber RICHTIG laut. Dann wird mich die Familie hier noch länger an den Hacken haben. Und sich wünschen, dass ich nicht doppelt so laut wie Aliénor heulen könnte.

 

4.7.07 14:02
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


dein heimlicher Verehrer (4.7.07 18:11)
[Quote=Shirin]Ebenso wie meine letzten Stunden in Deutschlands wohl schönstem Nachbarland…[/Quote]

Das halte ich für ein Gerücht...

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